Die Kulturland Genossenschaft kauft seit November 2013 landwirtschaftliche Flächen und verpachtet sie an regional eingebundene Biobetriebe. Das dafür nötige Kapital stammt aus den Geschäftsanteilen und Darlehen der Genoss*innen (Mitglieder).

Warum ist das nötig?

Wenn das Land nicht durch Kauf gesichert wird, ist es wahrscheinlich, dass die CSA Basta in naher Zukunft ihr Land verliert. Die bisher gepachtete Fläche wird von einer Treuhand-Nachfolgegesellschaft (der BVVG) verwaltet, zu deren Auftrag es gehört, über kurz oder lang meistbietend zu verkaufen. In einem Bietverfahren hätte die CSA keine Chancen gegen finanzstarke außerlandwirtschaftliche Investoren.

Aber drohender Landverlust betrifft nicht nur Basta, sondern viele bäuerlich (also „nicht industriell“) wirtschaftende Landwirte. Ein Teil des Problems sind die landwirtschaftlichen Bodenpreise, die sich seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 2007 steil nach oben bewegen. Immer mehr außerlandwirtschaftliche Investoren setzen auf Äcker, Grünland und Wald als sicheren Hafen für ihre Geldanlage. Zudem führt die Förderung von Biogasanlagen zu einer gewaltigen Nachfrage nach Mais und lässt die Boden- und Pachtpreise zusätzlich stark steigen. Für regional orientierte Biobauern wird es dadurch immer schwerer, ihre Wirtschaftsflächen zu sichern. Intensivbetriebe mit Biogas oder großflächigem Anbau können mehr zahlen und übernehmen die Flächen.

Wie funktioniert das?

Als Ganzes lässt sich dieses Problem natürlich nur politisch lösen. Bis so eine politische Lösung erkämpft wird, ist es aber wichtig, regional und solidarisch wirtschaftende Biobetriebe zu unterstützen, wenn sie Gefahr laufen, ihr Land zu verlieren. Die Kulturland Genossenschaft bietet dir eine Möglichkeit, genau das zu tun, indem du Genoss*in (Mitglied) wirst. Sie hilft in solchen Fällen, indem sie die Flächen kauft und damit in Gemeinschaftseigentum überführt. Anschließend werden diese Flächen über langfristige Pachtverträge wieder den Biohöfen zur Verfügung gestellt.

Auf diese Art und Weise schafft die Kulturland Genossenschaft eine „Allmende 2.0″. Viele Jahrhunderte lang wurde in den Dörfern die Bewirtschaftung der Viehweiden und teilweise auch der Ackerflächen gemeinschaftlich organisiert und damit Kulturlandschaft gestaltet. Diese Gemeinschaftsflächen hießen „Allmende“. Heute können Kund*innen und Freund*innen von Biohöfen, aber auch alle anderen, gemeinschaftliche Eigentümer von Ländereien werden und diese einem sorgsam arbeitenden Bauern zur Pflege übergeben, der darauf Nahrungsmittel anbaut und eine vielseitige Landschaft entwickelt. Damit die Pacht möglichst niedrig bleiben kann, zahlen wir unseren keine Dividende. (Es gibt also leider keine „Zinsen“ auf das eingezahlte Geld.) Die „Rendite“ dieser „Geldanlage“ ist die Förderung ökologischer, regionaler und solidarischer Landwirtschaft.

Mehr zum Konzept der Kulturland eG erfährst du in der aktuellen Kurzbeschreibung. Viele weitere Informationen gibt es auf der Homepage.

Alles weitere zum Beitritt und zu anderen Möglichkeiten, Basta zu unterstützen, findest du hier.

Rechtlicher Hinweis: Als Genossenschaft unterliegt die Kulturland eG nicht der Prospektpflicht nach dem Vermögensanlagegesetz. Bitte lies die Hinweise zu den Risiken einer Beteiligung auf der Homepage der Genossenschaft und im Infopack.